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Elektroberufe

Seit der letzten Reform der Elektroberufe im Jahr 1987 haben die Entwicklungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt tiefgreifende Veränderungsprozesse in den Unternehmen in Gang gesetzt. Grundlegend verändert haben sich damit auch die Anforderungen an die Facharbeit: Sie zeichnet sich heute aus durch die Arbeit an komplexen technischen Systemen, wachsende IT-Kompetenz, integrierte Aufgabenwahrnehmung, Selbstorganisation der Arbeit, Teamarbeit und Kommunikationskompetenz - auch in englischer Sprache!

Viel IT- und Kommunikationskompetenz sowie unternehmerisches Denken sind daher drei der wichtigsten Neuerungen in der modernen Ausbildung in den industriellen und handwerklichen Elektroberufen, die allesamt am 1. August mit neuen Berufsbezeichnungen an den Start gehen, so das BIBB.

Was bedeutet das für den Innungsfachbetrieb?

Seit 2004 gehören die alten Berufe

- Elektroinstallateur
- Elektromechaniker
- Elektromaschinenbauer
- Fernmeldeanlagenelektroniker

der Vergangenheit an.

Die neuen Ausbildungsberufe lauten nunmehr:

Elektroniker/-in
- Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
- Fachrichtung Automatisierungstechnik
- Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik

Systemelektroniker/-in

Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik


Warum gibt es überhaupt neue Berufe, die Alten waren doch sehr gut?

Die Reform ist eine Antwort der Berufsausbildung auf die veränderten Anforderungen des Marktes und an die handwerkliche Facharbeit in den Betrieben.

Service aus einer Hand, flächendeckender Einsatz der Informationstechnologie, fortschreitende Integration der technischen Systeme und die dynamische Entwicklung immer weiter übergreifender Geschäftsfelder haben neue Arbeitsabläufe längst erforderlich gemacht, die in die neuen Ausbildungsprofile jetzt eingearbeitet worden sind.

Die Verknüpfung fächerübergreifender Qualifikationen zu handlungsorientiertem Lernen am Kundenauftrag soll zur zeitgerechten und mehr eigenverantwortlichen beruflichen Handlungskompetenz führen.

Die Ausbildung gliedert sich in Grund- und Fachbildung. Mit Auszubildenden in weiteren Berufen im Berufsfeld Elektrotechnik kann damit die Grundbildung im ersten Ausbildungsjahr weitgehend gemeinsam gestaltet werden.

Eine grundsätzlich verbesserte Mobilität und Durchlässigkeit zwischen Berufen, Betrieben in unterschiedlichen Handwerksbranchen fördert die Möglichkeit eines flexiblen Einsatzes. Die berufliche Handlungskompetenz wird ausgerichtet am Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang und legt die Grundvoraussetzung für lebenslanges Weiterlernen.

Für alle neuen Ausbildungsberufe gilt:
- die neuen Berufe sind für Betriebe im Elektrotechniker-Handwerk/ Elektromaschinenbauer-Handwerk sowie sonstige Betriebe, die die Ausbildungsvoraussetzungen erfüllen
- es werden kundenorientierte Berufsprofile ausgebildet
- die Ausbildungsdauer beträgt 3 ½ Jahre
- die Berufsschule unterrichtet jetzt in Lernfeldern, die sich an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientieren
- eine "Gestreckte" Abschlussprüfung mit zwei Prüfungsteilen (Teil 1 nach 18 Monaten, Teil 2 am Schluss der Berufsausbildung)
- Endlich Prüfungen, die sich an Kundenaufträgen orientieren


Im Anhang haben wir für Sie weitere Informationen sowie die neuen Verordnungen als LINK und pdf-Download bereit gestellt.


Link zu den neuen Berufen auf der Homepage des BiBB
 
Link zu den neuen Berufen auf der Homepage des ZVEH

Die neuen Berufsbilder (Verordnung und Rahmenplan)
Elektroniker/ -in für ...
Systemelektroniker/ -in
Elektroniker/ -in für Maschinen- und Antriebstechnik